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Handball in Bremen

WK vom 29. Februar 2012

 

Jörn Franke legt Traineramt nieder

 

Von Frank Büter
 
Bremen. Jörn Franke ist nicht mehr Trainer des A-Jugend-Bundesligisten HC Bremen. Am Sonntag gab der A-Lizenz-Inhaber sein Amt wegen beruflicher Überlastung mit sofortiger Wirkung ab. Als Prokurist bei einer internationalen Spedition ist Franke derart eingebunden, dass es ihm jetzt nicht mehr möglich war, Beruf und Handball zu vereinbaren.
 
 
 
"Südamerika, Asien - ich bin sehr viel auf Reisen und zeitlich sehr beansprucht. Das geht an die Substanz", sagt Franke. "Der Schritt ist mir nicht leichtgefallen, denn wir haben hier etwas Tolles aufgebaut. Der Zeitpunkt ist vielleicht unglücklich. Aber es wäre dem Leistungshandball nicht gerecht geworden, wenn ich die Saison noch irgendwie zu Ende gewurschtelt hätte." Angesichts seiner beruflichen Entwicklung sei für ihn zudem auch klar, dass seine Trainerlaufbahn nach nunmehr 35 Jahren definitiv beendet sei. "Das war die letzte Mannschaft, die ich trainiert habe", sagt Jörn Franke, der früher unter anderem die Frauen des Hastedter TSV erfolgreich gecoacht und 1992 zur Vizemeisterschaft in der 2. Bundesliga geführt hatte.
 
"Man muss diese Entscheidung respektieren", sagt der HC-Vorsitzende Ralf Fricke, der nun als Übergangslösung bis zum Saisonende selbst den Cheftrainerposten übernimmt. "Ich bin ohnehin sehr nah dran an der Mannschaft und war mit einer Ausnahme auch bei allen Spielen dabei", erklärt der 50-Jährige, der seit 1984 die vom Deutschen Handball-Bund (DHB) für die Bundesliga geforderte B-Lizenz besitzt. Als Co-Trainer fungiert Marcel Klische, der auch noch die B-Jugend des ATSV Habenhausen in der Oberliga coacht und dies parallel bis Saisonende weitermachen wird. "Somit haben wir erst einmal Zeit gewonnen und können nun für die nächste Saison in Ruhe nach einem neuen Trainer suchen", sagt Fricke.
 
 

Die Ziele bleiben unverändert

 
 
Hinsichtlich der gesteckten Ziele rückt der HC Bremen im anstehenden Saisonfinale trotz des Wechsels auf der Kommandobrücke nicht vom Kurs ab. Fünf Spieltage vor Schluss belegen die Hastedter Jungs Platz zwei hinter dem punktgleichen Tabellenführer GWD Minden. Die Spitzengruppe liegt indes eng beisammen, die beiden Führenden trennen lediglich vier Zähler vom Fünften Recklinghausen. Und nur die ersten Vier qualifizieren sich am Ende direkt für die kommende Bundesligasaison und ersparen sich so den Umweg über eine Relegation. "Es bleibt unser vorrangiges Ziel, Platz vier zu sichern", sagt Fricke und ergänzt: "Und dann gucken wir mal, was nach oben noch so geht..." Oben bedeutet in diesem Fall Platz eins oder zwei und den damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft, wo man auf die Füchse Berlin oder den SC Magdeburg treffen könnte.
 
Das neue Trainergespann Fricke/Klische sitzt am kommenden Sonnabend im Auswärtsspiel in Bissendorf erstmals in verantwortlicher Rolle auf der Bank. Verzichten müssen die Bremer dort auf Yannick Dräger, der nach seiner roten Karte im Heimspiel gegen die HSG Menden für ein Spiel gesperrt wurde.
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