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"Der Übergang fiel mir emotional schwer"

"Der Übergang fiel mir emotional schwer"

Veröffentlicht von HC Bremen am 07.07.2022
Aktuelles >> 1. Herren

Marten Franke übergibt das Amt des Cheftrainers beim HC Bremen an Majk Skoric und zieht Bilanz

 

Wie fällt ihre sportliche Bilanz nach fünf Jahren aus?

 

Marten Franke: Grundsätzlich sehr gut. Wobei der Verlauf der vergangenen drei Jahre ein bisschen den Gesamteindruck trübt, in denen wir ja entweder gar nicht oder nur mit Pausen spielen konnten. Wir haben in der Zeit einen kompletten Umbruch im Team und zwei halbe Neuformierungen mit der Mannschaft hinbekommen und die aktuelle junge Truppe hat das Potenzial für ganz oben.

 

Letztlich war also durchaus wesentlich mehr drin als der sechste Tabellenplatz in der jüngsten Saison?

 

Auf jeden Fall. Vor dem Start hatten wir gehofft, die Früchte unserer guten Arbeit zu ernten. Aus den bekannten Gründen wie Corona und den zahlreichen, langwierigen Verletzungen, mit denen wir immer wieder zu kämpfen hatten, sind wir schließlich im oberen Mittelfeld gelandet. Ich bin mir aber sicher, dass wir in einer normalen, flüssig verlaufenden Saison oben gestanden hätten. Wichtig ist für mich aber auch, dass sich die Mannschaft sowohl sportlich als auch menschlich sehr gut entwickelt hat.

 

Sind sie darum auch schon ein bisschen froh darüber, dass diese schwierige Saison vorbei ist?

 

Ja. Die letzten drei Monate, in denen wir durch die vielen Ausfälle  keinen geregelten Trainingsbetrieb mehr hatten, waren nicht wirklich zufriedenstellend. Es fehlte schon ab und an der Spaß und auch das Feeling in der Mannschaft ist ein anderes. Letztlich sind jetzt alle froh über den Cut und die Pause.

 

Zugleich fällt bei Ihnen ja auch die Doppelbelastung weg, die die Rolle als Spielertrainer nun einmal mit sich bringt.

 

Das habe ich eigentlich nicht so empfunden und ich unterstütze Majk Skoric künftig als „Nur-Spieler“ ja auch weiter als Co-Trainer. Ich bin froh, dass ich noch einige andere Aufgaben, auch beim Deutschen Handball-Bund habe.

 

War es für Sie denn eine leichte Entscheidung, den Posten des Cheftrainers an Majk Skoric zu übergeben?

 

Die Entscheidung, das Team abzugeben, war schon schwer. Schließlich kenne ich einige der Jungs schon aus ihrer Zeit als Jugendspieler. Es war aber der richtige Impuls. Es hat mir immer einen Riesenspaß gemacht, mit der jungen Truppe zu arbeiten und der Übergang fiel mir auch emotional nicht leicht.

 

Nicht leicht fallen dürfte Ihnen aber sicherlich auch, den Blickwinkel des Trainers auszublenden und sich ausschließlich und komplett auf ihre neue Rolle als Spieler zu konzentrieren, oder?

 

Majk Skoric ist jetzt der Cheftrainer, was er sagt, gilt. Ich sehe da keine Probleme. Wir haben eine gute Kommunikation und hatten die ja auch schon, seitdem er Ende vergangenen Jahres mit mir als Co-Trainer zusammen gearbeitet hat. Andererseits werde ich natürlich auch als Spieler meine Sichtweise einbringen. Mit meinen 28 Jahren bin ich ja mit Abstand einer der ältesten Spieler und werde Tipps geben, und schließlich gehört es ja trotzdem zu meinen Aufgaben als Co-Trainer, die jungen Spieler zu führen und Majk damit zu entlasten.

 

Sie werden dem HC Bremen als Spieler und Co-Trainer vorerst erhalten bleiben. Wie sehen die mittelfristigen Perspektiven für Sie beim HC aus?

 

Langfristig kann ich dazu noch nichts sagen. Aber für die nächste Saison stehe ich komplett zur Verfügung. Mein Projekt an der Uni läuft Ende des Jahres aus, für meine Promotion habe ich ein halbes Jahr veranschlagt, damit bin ich dann erst im Sommer 2023 durch. Was den Handball angeht, bringt meine Beförderung zum Beach-Nationaltrainer der Herren natürlich eine deutlich stärkere Intensität  und eine höhere Verantwortung. Beidem will ich natürlich auch gerecht werden und wollte auf der anderen Seite aber auch Stress vermeiden. So ist die Übernahme des Cheftrainerpostens beim HC Bremen durch Majk eine gute Lösung.

 

Haben Sie denn schon einmal darüber nachgedacht, voll auf die Karte als Beach-Trainer beim Deutschen Handball-Bund zu setzen?

 

Das ist für mich zumindest nicht undenkbar, hängt aber natürlich auch viel von der Entwicklung im Beachhandball ab. Es hat sich bereits einiges getan und eventuell könnte Beachhandball mittelfristig auch zu einer olympischen Sportart werden. Ich rechne schon damit, dass sich in dieser Hinsicht in den nächsten Jahren noch einiges tun wird. Beachhandball wird immer professioneller werden, da ist eine Vollzeitstelle schon denkbar.

 

Fünf Jahre Spielertrainer beim HC Bremen ist eine lange Zeit. Gibt es etwas, was Sie in dieser Zeit bereuen?

 

Mal abgesehen von einigen Aufstellungen und Wechseln in einzelnen Spielen, gibt es eigentlich nichts, was ich anders machen würde. Ich konnte die gute Ausbildung der jungen Spieler in unserem Verein fortsetzen. Wir haben vorn einen guten Angriff, haben uns aber auch gerade in der Abwehr sehr gut weiter entwickelt und können mittlerweile variabel mit verschiedenen Systemen spielen. Sowohl mit unserer 3:2:1-Deckung als auch mit der 6:0-Variante können wir unserer Gegner vor Probleme stellen.

 

Wie sehen ihre persönlichen Ziele für die kommende Saison aus?

 

Mein großer Traum war immer schon, mit meinem Heimatverein HC Bremen in die dritte Liga aufzusteigen. Dieses Ziel verfolge ich weiterhin und ich denke, dass wir mit unserer jungen Mannschaft durchaus auch gute Chancen haben. Für dieses große Ziel müssen aber neben den sportlichen Voraussetzungen auch weiterhin die Rahmenbedingungen geschaffen werden. Unser Verein muss weiter für Kontinuität und eine gute Ausbildung der jungen Spieler stehen.  Daneben hat natürlich der Beachhandball Priorität. Es ist für mich eine Riesenehre  für den DHB als Männer-Nationaltrainer unterwegs zu sein.  Das will ich mir so lange wie möglich bewahren.

 

Das Gespräch führte Rainer Jüttner.

 

ZUR PERSON

 

Marten Franke (28)

war fünf Jahre lang Spielertrainer des Handball-Oberligisten HC Bremen. Künftig wird er unter dem neuen Cheftrainer Majk Skoric nur noch spielen und als Co-Trainer fungieren. Zudem ist er als Beach-Nationaltrainer des DHB-Männer besonders gefordert.

 

Quelle: WESER-KURIER

Zuletzt geändert am: 07.07.2022 um 08:16

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