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WK vom 17.06.2024

WK vom 17.06.2024

Veröffentlicht von HC Bremen am 30.06.2024
Aktuelles >> B-Jugend
 

Bremen. Sie jubelten, ballten die Fäuste und schrien die Begeisterung lautstark heraus. Leonard Gruhn feierte sogar freudestrahlend oben von der Querlatte aus. Die Handballspieler der männlichen B-Jugend des HC Bremen sind allesamt eine Etage höher angelangt: Sie haben sich für die neu eingeführte Jugendbundesliga qualifiziert – mehr geht nicht. Lange hielt die U17 dieses Feierpensum nicht durch. „Fünf Minuten hat sich meine Mannschaft gefreut und getanzt, dann war sie völlig fertig, kaputt und leer“, verrät der HC-Trainer Tizian von Lien von der deutschlandweiten Qualifikationsrunde. Die Strapazen des zweitägigen Turnieres in Dresden mit fünf Entscheidungsspielen hatten halt deutliche Spuren hinterlassen.

Dass die „HC Talents“ überhaupt durch diese Tortur mussten, hatten sie sich selbst zuzuschreiben. Zunächst verpassten sie in der Oberligasaison die direkte Bundesliga-Qualifikation, weil ihnen der TV Bissendorf-Holte den entscheidenden dritten Rang mit einem Überraschungssieg kurz vor dem Saisonende noch direkt vor der Nase wegschnappte. Folglich ging es für die „HC Talents“ in der Aufstiegsrunde in Habenhausen weiter, in der sie in den beiden maßgeblichen Spielen jeweils zwei Minuten vor Ultimo mit zwei Toren führten, den Vorsprung dann aber sowohl gegen den ATSV Habenhausen (14:14) als auch gegen den MTV Braunschweig (17:18) nicht über die Ziellinie brachten. Während die Gastgeber aus Habenhausen ihren Aufstieg feierten, musste ihr Stadtrivale in der nächsten Runde auf seine nächste Chance bauen. „Das hat sich für uns wie eine Bestrafung angefühlt“, blickt Tizian von Lien zurück. Seine Mannschaft begriff diese Möglichkeit jedoch als Chance, sich in fünf weiteren Spielen auf höchstem Niveau bewähren zu können. „Meine Spieler haben schnell verstanden, alles abzuhaken und gegen Widerstände anzugehen“, lobt von Lien. Denn letzteres war sein Team bis dato kaum gewohnt, behauptet er: „Viele hatten noch nie eine Quali gespielt, weil sie stets von den guten Platzierungen des älteren Jahrgangs profitiert haben.“

Vorzeitiger Aufstieg

Also ging es in zwei Bullis und zwei PKW nach Dresden, wo die Spieler ihr Quartier in einer Jugendherberge bezogen. Und sie hatten mit Ben Biesenmeier noch einen zusätzlichen Akteur für den linken Rückraum und den Innenblock der Abwehr mitgenommen, da das Spielprogramm doch insgesamt recht knackig war.

Der HC Bremen stieg mit einem 32:20-Erfolg gegen die JSpG Kühnau/DRHV 06 optimal in die letzte Runde ein und zwang auch die NSG EHV/Nickelhütte/Buteon mit 24:21 in die Knie. Als er sich im letzten Spiel des ersten Tages auch noch mit 21:20 beim MTV Braunschweig für die in Habenhausen erlittene Niederlage revanchierte, stand er frühzeitig als Bundesliga-Aufsteiger fest. Vielleicht war das einer der Gründe, weshalb der HC Bremen tags drauf gegen den HC Elbflorenz mit 20:24 den Kürzeren zog. „Elbflorenz hatte sich gegenüber dem Vortag aber auch deutlich gesteigert“, beurteilte Tizian von Lien. Zum Abschluss wurde der BSV 93 Magdeburg-Olvenstedt mit 34:25 dominiert, zusammen mit dem HC Bremen stieg auch der MTV Braunschweig (beide 8:2 Punkte) in die Eliteklasse auf.

„Es ist nach außen ein gutes Zeichen, dass wir nach der A- jetzt auch mit der B-Jugend Gründungsmitglied der Bundesliga sind“, meint von Lien. „Außerdem ist es für unser Leistungszentrum sehr wichtig, dass wir auch in der B-Jugend auf dem entsprechenden Niveau spielen“, ergänzt der HC-Vorsitzende Ralf Fricke. Neben den stärkeren Gegnern ist die Spielzeit von zwei Mal 30 Minuten (anstelle von zwei Mal 25 Minuten in der Oberliga) fordernder, die ab der A-Jugend gang und gäbe ist. Außerdem dürfen pro Match zwei Spieler mehr als üblich, also 16 Akteure, nominiert werden, wenn diese beiden Zusatzplätze mit Talenten aus der C-Jugend bestückt werden. „Dafür gibt es bei uns potenzielle Kandidaten. Es muss sich aber zeigen, wie sich die C-Jugend bei uns zu Saisonbeginn macht“, lässt Ralf Fricke durchblicken. Mittlerweile hat der DHB die Vorrundenzuordnung der 48 Mannschaften im Bundesliga-Premierenjahr bekannt gegeben. Gespielt wird in acht Vorrundengruppen à sechs Mannschaften, der HC Bremen muss sich in seiner Gruppe mit dem Stadtrivalen ATSV Habenhausen, JSG LIT 1912, TSV GWD Minden, HSG Handball Lemgo und dem TV Bissendorf-Holte messen.

Mehrkosten für den Verein

Je nach Platzierung geht es dann gegen die Teams aus den anderen Regionen Deutschlands in der Meister- oder der Pokalrunde weiter. Der Aufstieg hat jedoch auch seinen Preis: Der HC-Boss schätzt die Mehrkosten in der Bundesliga gegenüber der Oberligasaison „auf 10.000 bis 12.000 Euro“ ein. Denn neben dem höheren Meldegeld und den erhöhten Ausgaben für die Schiedsrichter werden in der Bundesliga auch die Zeitnehmer bezahlt. Hinzu kämen spätestens in der Meister- oder Pokalrunde durch die weiteren Fahrtstrecken höhere Kosten auf den HC Bremen zu. „Bei uns gilt die eiserne Regel, dass wir bei Entfernungen von mehr als 100 Kilometern mit dem Bus anreisen“, klärt Ralf Fricke auf, worauf die erhöhte Kostenschätzung des Weiteren fußt.

Neben dem HC Bremen geht auch die männliche B-Jugend des ATSV Habenhausen in der Jugendbundesliga an den Start. Im Rahmen von Kooperationsgesprächen zwischen den beiden Klubs hatten sich, so Fricke, die Verantwortlichen im Vorfeld darauf verständigt, dass grundsätzlich die jungen Spieler der Teams beim ATSV Habenhausen und die älteren beim HC Bremen auflaufen sollen. „Die abschließenden Gespräche müssen aber noch geführt werden“, betont Ralf Fricke.

Zuletzt geändert am: 30.06.2024 um 20:27

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