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Die Grünschnäbel - WK vom 10.09.2015

Veröffentlicht von HC Bremen am 10.09.2015
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Die Grünschnäbel


Auf das junge Bundesligateam des HC Bremen warten starke Gegner

 

VON OLAF KOWALZIK


Wenn das keine Auszeichnung für eine kontinuierlich starke Jugendarbeit ist! Die Handball-Bundesliga der männlichen A-Jugend geht ins fünfte Jahr – und die SG HC Bremen/Hastedt hat seitdem nicht einmal den Klassenerhalt verpasst. Ein Kunststück, das unter den besten 48 Klubs Deutschlands nur noch die namhaften Vertreter aus Flensburg-Handewitt, Berlin, Magdeburg, Burgdorf, Dormagen und Kronau-Östringen (Rhein-Neckar Löwen) geschafft haben.


Am Sonnabend (19.30 Uhr, Jakobsberg) starten die Bremer gegen den selbst ernannten Meisterschaftsanwärter VfL Gummersbach in die neue Saison. Trainer Christian Maaßen führt seit drei Jahren die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Jörn Franke fort. Nun sieht Maaßen sich vor der größten Herausforderung seit der Teilnahme an der Eliteklasse und nimmt kein Blatt vor den Mund: „Wenn wir dieses Mal unter die ersten Sechs kommen, dann ist das ein größerer Erfolg als das Erreichen des Viertelfinales der Deutschen Meisterschaft vor drei Jahren.“

 

 


Die Erkenntnis kam ihm beim Studieren der Konkurrenz. Seine Mannschaft: Junge Männer, mit reichlich Talent und Willen ausgestattet, aber eher schmächtig. Die Gegner dagegen kraftstrotzende Schränke aus Dormagen und Essen oder auch „Maschinen“, wie es Maaßen plakativ ausdrückt. „Das könnten allesamt U 23-Spieler sein.“ Was allein schon daran liegt, dass einige tatsächlich schon in der Männer-Bundesliga oder zumindest in der zweiten Liga spielen. Etwas, das die SG HC Bremen/Hastedt beileibe (noch) nicht bieten kann.


Überhaupt geht der Tabellensechste der vergangenen Saison mit einer so jungen Mannschaft ins Rennen wie noch nie. Nur fünf Feldspieler in seinem 20er-Kader gehören dem älteren Jahrgang an. Von dem haben wiederum nur Lasse Till und Niklas Bachmann richtige Bundesligaerfahrung. Lasse Till hat dabei die Talsohle des ersten Jahres durchschritten und sich vom Linksaußen zu einem gefährlichen Rückraumakteur auf halblinks entwickelt. „Der Typ ist eine Waffe und für viele Tore gut“, glaubt Christian Maaßen. Linkshänder Niklas Bachmann geht nach seiner überstandenen Schulteroperation ebenfalls vorneweg. „Auch wenn es verdammt schwer werden wird, werden wir Vollgas geben, um den Klassenerhalt zu erreichen“, verspricht Teamkapitän Bachmann.


Dafür packt sein Coach nach mehreren Jahren erstmals wieder die offensive 3:2:1-Abwehr aus, um zu schnellen Ballgewinnen und einfachen Gegenstoßtreffern zu kommen. „Umso weniger Tore müssen wir uns aus dem Spiel heraus erarbeiten“, lautet Maaßens Rezept. „Wir werden extrem auf Tempo spielen und haben eine Mannschaft, die sich durchweg gut versteht. Von dieser lernwilligen Truppe haben wir gleich zwei Jahre etwas.“


Das Risiko der Liga-Grünschnäbel ist, dass sich vor ihnen wohl sieben Teams um die sechs Plätze zum direkten Klassenerhalt balgen werden. Dahinter lauern die Nettelstedter und die Bremer auf die Fehler der Konkurrenz. „Die erste Saisonhälfte wird für uns sehr schwer werden“, ahnt der HC-Coach. Die nötigen Zähler zum Klassenerhalt sollen vor heimischem Publikum eingefahren werden. Und wenn nicht? „Dann gehen wir erstmals in die Bundesliga-Aufstiegsrunde. Das Team ist es mehr als wert“, sagt Maaßen.


HC Bremen


Zugänge: Jonas Boueke, Gabriel Schupp, Linus Witzenhausen (alle HSG Schwanewede/Neuenkirchen), Klaus Fuhrmann (TV Scheeßel), Leon Linngroen (JSG Wilhelmshaven), Morten Prigge (TuS Jahn Hollenstedt)


Abgänge: Tilman Pröhl, Nick Steffen (beide TV Emsdetten, 2. Liga), Malte Thalmann, Keno Seekamp, Gregor Schweigart (alle eigene erste Herren), Simon Seebeck (THW Kiel, A-Jugend), Tom Wiedenmann (HSG Varel-Friesland, 3. Liga)


Restkader: Florian Bartsch, Rieko Seekamp; Lasse Till, Nils Goepel, Ole Fietze, Luke Pehling, Michel Misere, Max Laube, Julian Hoffmann, Tom Luis Scheller, Pascal Grensemann, Niklas Bachmann, Julius Schöppner, Erik Hübner


Trainer: Christian Maaßen (seit 2012) (elo)

 

Quelle: http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Die-Gruenschnaebel-_arid,1205127.html

Zuletzt geändert am: 10.09.2015 um 08:46

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