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Radiobremen.de vom 10.08.2014

Veröffentlicht von HC Bremen am 10.08.2014
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Wo steckt der Bremer Handball-Nachwuchs?

An diesem Wochenende wurde in Halle 7 der fünfte Bremer Handball-Cup ausgespielt. SG Flensburg-Handewitt, MT Melsungen, Hannover-Burgdorf und TBV Lemgo hießen die Mannschaften, die beim Vorbereitungsturnier aktiv waren. Ein Bremer Team war nicht dabei. Doch woran liegt es, dass der Bundesliga-Handball in Bremen brach liegt?

Handy-Display zeigt zwei Jungs, die sich mit dem Pokal fotografieren lassen. [Quelle: Radio Bremen]

Man wird ja noch träumen dürfen: Tobias und Lukas vom HC Bremen mit dem Champions League-Pokal.

Handball-Cup Finalist SG Flensburg-Handewitt hatte ein bisschen Deko nach Bremen mitgebracht: Die frisch gewonnene Champions League-Trophäe! Wer wollte, konnte sich mit dem Siegespokal der Flensburger fotografieren lassen. Da kamen auch die A-Jugend-Handballer des HC Bremen, Tobias Marx und Lukas Trumm ins Schwärmen. Den Pokal in der Hand, Träume vor Augen. "Sowas können wir auch mal holen. Wer will das Ding nicht haben", platzt es aus Tobias raus und Lukas fügt hinzu: "Das ist ein Kindheitstraum, so etwas mal hochzustemmen. Es ist natürlich ein bisschen unrealistisch, aber darauf arbeitet man hin. Das sind Ziele, die man sich steckt."

Kein Bremer Bundesliga-Team in Sicht

Christian Maaßen [Quelle: Radio Bremen]zoom

Christian Maaßen, Trainer vom HC Bremen.

Große Ziele junger Burschen. Doch gerade der Bremer Nachwuchs hat es besonders schwer, beispielsweise für Profiteams wie Flensburg-Handewitt aufzulaufen. Das Publikum in Bremen wäre dafür zu begeistern. Doch es gibt ein Problem: Bremen ist zwar Ausrichter des Handball Cups, mischt selbst aber nicht mit. Hier gibt es kein Bundesligateam, keine Herrenmannschaft, die kontinuierlich höherklassig spielt. Um spektakulären Spitzen-Handball zu sehen, muss man sich Teams wie Lemgo und Flensburg einladen.

Alles, weil die hiesigen Vereine nicht genügend zusammen arbeiten, sagt Christian Maaßen. Der Trainer Bremens größter Talentschmiede hat die Faxen dicke. "Mir geht das auf den Geist. Ich kann diese Vereinsmeierei langsam nicht mehr hören. Ich weiß, die Vereine haben alle ihr eigenes Süppchen am kochen", so Maaßen. "Aber Ende geht es nicht darum, ob die männliche A-Jugend von XY in der Oberliga oder in der Landesliga spielt. Es geht darum die Jungs weiter zu bringen." Vor drei Jahren ist der HC Bremen angetreten, um A-Jugend-Bundesliga Handball in Bremen zu etablieren. Bereits im ersten Jahr gelang der Aufstieg in die A-Jugend-Bundesliga. Die letzte Saison schlossen sie als Fünfter ab.

Mehr Kooperationen unter den Vereinen gewünscht

Mehr Kooperation unter den Vereinen, das wünscht sich auch der Bremer Handballverband. Für Trainer Maaßens Kritik, haben sie dort mittlerweile offene Ohren "Da gehört schon ein bisschen was dazu, dass ein Verein einfach sagt: Hier ist ein Spieler, der ist stark und den gebe ich ab", erläutert Monika Wöhler, Präsidentin des Bremer Handballverbands. "Ich glaube, dass ist einfach eine Phase, wo wir in Zukunft lernen müssen."

Eine Ausnahme bildet Finn Lemke. Seit mehr als 20 Jahren hat es kein Bremer neben ihm in die Bundesliga geschafft. Aus der A-Jugend von Schwanewede direkt nach Lemgo. Vom Talent zum Leistungsträger in drei Jahren. Gegen das Weltklasseteam aus Flensburg spielt Lemke am Samstag durch, kann die 28:33 Pleite aber nicht verhindern. Die Umstellung zum Profi ist ihm indes gelungen. "Von der Trainingsbelastung her war das schon ein deutlicher Unterschied und das der Handball einfach Lebensmittelpunkt ist", so Lemke. Der 22-Jährige ist für Bremen ein Vorreiter. Doch hier ist das Geld knapp und Talente wie er sind rar.

"Wir sehen das immer bei den Landesauswahlmannschaften. Ein Flächenstaat wie Niedersachsen generiert die männliche Jugend aus 2000 Spielern, in Bremen generieren wir die aus 200", erläutert HC-Trainer Christian Maaßen. "Und da wir klein sind, brauchen wir einfach mehr Arbeit. Wir brauchen mehr Know-How, mehr Ideen und wir brauchen auch gute, gute Spieler und die zu finden, ist nicht so einfach." Die Bremer Jungs Lukas Trumm und Tobias Marx müssen erst noch zeigen, ob sie das Zeug zum Profi haben. Ihr Talent, den Pokal richtig zu stemmen ist zumindest unverkennbar.

Zuletzt geändert am: 10.08.2014 um 23:32

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