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WK vom 24.11.2014

Veröffentlicht von HC Bremen am 25.11.2014
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Handball-Bundesliga-Derby: A-Jugend der HSG Schwanewede/Neuenkirchen muss passen – 22:23


Das Wunder bleibt aus

 

Olaf Kowalzik 


Licht aus, Spot an! Als die männliche A-Jugend der HSG Schwanewede/Neuenkirchen zum Handball-Bundesliga-Derby gegen die SG HC Bremen/Hastedt einlief, zündeten ihre Hardcore-Fans unter den 600 Zuschauern im Scheinwerferlicht die Wunderkerzen an. Das Wunder selbst blieb jedoch aus: Die „Schwäne“ mussten sich dem favorisierten Sechsten aus Bremen knapp und unglücklich mit 22:23 (12:13) geschlagen geben.
Handball A Jugend Bundesliga HSG Schwanewede/Neuenkirchen - Bremer HC © Christian Kosak
Jerome Lippe (HSG Schwanewede/Neuenkirchen, rechts) musste eine knappe Heimniederlage gegen die SG HC Bremen/Hastedt hinnehmen.
„Raus aus den Sitzen!“ Die Aufforderung verfehlte seine Wirkung nicht: Die „Schwäne“-Fans erhoben sich in der Schlussphase von den Bänken und klatschten in die Hände, als ob sie ihr Team damit noch zum Punktgewinn treiben könnten. Es half nichts: Mit dem Schlusspfiff erhielten die „Schwäne“ auf halbrechts zwar noch einen Freiwurf, Niels Huckschlag knallte das Leder am Bremer Block, aber eben auch knapp an deren Tor vorbei. Die Reaktion des Gastgebers schwankte zwischen Riesenstolz und Enttäuschung. „Das war ein geiles Spiel, wir haben großartig verteidigt“, war der HSG-Trainer Eik Hapke begeistert. Dort, wo seine Mannschaft sonst um die 40 Gegentreffer kassierte, schlugen diesmal nur 23 Würfe ein. Ein Verdienst der offensiven Deckung inklusive der beiden überzeugenden Torhüter Lukas Flentge und Theo Krüger.

Flentge hatte sich nach einer starken Leistung beim Gegentreffer zum 15:15 vermutlich einen Muskelfaserriss im linken Bein zugezogen. „So gesehen war das gleich doppelt ärgerlich“, verwies er auf seine unglückselige Verletzung als auch auf den knappen Spielausgang. Einen Bruch in der HSG-Abwehrleistung gab es jedoch nicht, da Theo Krüger nahtlos an die Leistung anschloss und sofort einen Wurf des Hastedter Rechtsaußens Tobias Marx parierte.

Doch der Reihe nach. „Wir sind ein Team“, hatten Schwaneweder Zuschauer ihrer Mannschaft im Hallengang per Spruchband an die Wand geklebt. So engagiert spielten die „Killerschwäne“ auch auf und kämpften einer für den anderen. „Selbst die Spieler auf der Ersatzbank haben sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt und diese positiv unterstützt“ (Eik Hapke). Er war das Risiko eingegangen, fast eine Besetzung durchspielen zu lassen.

Der stark beginnende Jerome Lippe traf nach 100 Sekunden zur 1:0-Führung der HSG, und wenn der Gäste-Trainer Christian Maaßen an der Seitenlinie bis zur Pause immer mehr ins Schwitzen kam, dann lag das auch an der couragierten Spielweise der Niedersachsen. Vor allem aber hatten ihm die Schiedsrichter das Tragen des weißen Hemdes verboten, da die „Schwäne“ in derselben Farbe spielte. Maaßen griff sich zunächst seinen Wollpullover und erlitt darunter wärmetechnische Höllenqualen, später lieh er sich das dünnere Aufwärmshirt des Schwaneweders Lennart Hamsch aus. Er zahlte den Dank aber nicht in Form von Punkten zurück.

Gabriel Schupp reichte unterdessen in der Pause die Dose eines Energydrinks zwischen seinen Mitspielern herum, der den „Schwänen“ tatsächlich Flügel verlieh. Der frei gespielte „Gaby“ Schupp war auch mit zwei Toren von Rechtsaußen dafür verantwortlich, dass er als Rechtshänder von der schwierigsten Position den 19:17-Vorsprung seiner Mannschaft erzielte (43.).

Das Publikum tobte und Schupp strahlte: „Wenn du richtig Bock auf das Derby hast, dann klappt auch so etwas.“ Das Schwaneweder Hochgefühl hielt in der kampfbetonten Partie zweier übernervöser Teams auf dem sehr rutschigen Hallenboden nicht lange an, denn nach seinem Treffer zum 20:19 unterliefen ausgerechnet Niels Huckschlag zwei Angriffsfehler, die zum 20:21-Rückstand führten (54.). „Als krasser Außenseiter hatte das Spiel richtig Spaß gemacht, aber das hätte mir in dieser Phase nicht passieren dürfen“, gab er sich selbstkritisch.

Als Steffen Akkermann das Leder zwei Minuten vor Schluss frei vom Kreis an den Pfosten knallte und Bremen/Hastedt zum 23:21 nachlegte, war es um die HSG Schwanewede/Neuenkirchen geschehen. Gabriel Schupp gelang zwar noch der Anschlusstreffer, mit dem Ballverlust von Tim Stapenhorst 30 Zeigerstriche vor Ultimo schwanden jedoch auch die HSG-Chancen auf einen Punktgewinn.

20 Sekunden vor dem Abpfiff kamen die Niedersachsen noch ein letztes Mal in Ballbesitz, da die Gäste einen Strafwurf nur an den Innenpfosten knallten, es reichte aber nicht. „Letztlich hatten wir unsere big Points nicht genutzt“, stellte Eik Hapke fest. Er bekam als Trostpflaster von seiner Tochter ein paar Gummibärchen geschenkt. „Wir hätten uns über ein Unentschieden nicht beschweren dürfen“, gab der SG-Manager Ralf Fricke zu. Seine Mannschaft hatte allerdings auch im Vorfeld mit massiven Verletzungssorgen zu kämpfen gehabt.

 

 

Hier gibt es Fotos vom Spiel:

Zuletzt geändert am: 25.11.2014 um 18:16

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