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WK vom 28.10.2014

Veröffentlicht von HC Bremen am 29.10.2014
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Ehemaliges HC-Bremen-Talent Yannick Dräger feiert für Hannover-Burgdorf Premiere in der Handball-Bundesliga 


„Positive Überforderung“


Hannover. Kürzlich erst hat Yannick Dräger sein Debüt in der Handball-Bundesliga gefeiert. Schon seit gestern nimmt der Harpstedter an einem DHB-Lehrgang teil. Doch damit nicht genug: Jetzt winkt ihm sogar ein Einsatz in der Junioren-Nationalmannschaft.

 

© Florian Petrow

Im Innenblock derzeit dringend beim TSV Hannover-Burgdorf gebraucht: Bundesliga-Debütant Yannick Dräger (l.)


Yannick Dräger wird in den nächsten Tagen auf die Kanaren fliegen. Gran Canaria oder Lanzarote: Noch ist unklar, wohin die Reise den 20-Jährigen führen wird. Zwischen den beiden spanischen Ferieninseln liegen gut 200 Kilometer Luftlinie – für den Handballer vom Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf sind das in diesen Tagen gefühlte Handball-Welten. Zwischen internationalem Beachhandball-Turnier mit alten Freunden und Bewährungschance in der DHB-Juniorenauswahl.

Dabei stand das eigentliche Reiseziel der nächsten Tage schon seit Monaten fest: Gran Canaria. Im August gewann Dräger mit einem gemischten Team aus alten Oldenburger und Delmenhorster Freunden die German Open im Beachhandball – und qualifizierte sich für den europäischen Champions Cup, die Beachhandball-Königsklasse, auf Gran Canaria. Doch dann klingelte am Freitagabend das Telefon von Burgdorf-Trainer Christopher Nordmeyer.

Am anderen Ende der Leitung: DHB-Coach Markus Baur. Der Junioren-Nationaltrainer nominierte Dräger für den seit Montag laufenden DHB-Lehrgang in Warendorf nach. Überzeugt der gebürtige Harpstedter, soll er kommendes Wochenende mit dem DHB-Team am Vierländerturnier auf Lanzarote teilnehmen.

Noch vor wenigen Wochen wäre Baurs Anruf undenkbar gewesen. Doch vor Dräger liegt nicht nur – egal ob Gran Canaria oder Lanzarote – das wohl wichtigste Wochenende, sondern hinter ihm bereits die turbulentesten Wochen seiner bisherigen Handballlaufbahn Vor der vergangenen Saison wechselte der Harpstedter zusammen mit Zwillingsbruder Maurice vom A-Jugend-Bundesligisten HC Bremen zur zweiten Herren des TSV Burgdorf in die dritte Liga. „Wir haben in Hannover ein junges Reserveteam, aus dem immer wieder Spieler langsam an das Bundesliga-Team herangeführt werden sollen. Deswegen habe ich mir erhofft, am Ende der neuen Saison vielleicht ein paar Kurzeinsätze zu bekommen“, sagt Yannick Dräger. Es kam jedoch ganz anders.

In den elf Bundesligapartien der Burgdorfer kam Dräger bereits siebenmal zum Einsatz. Im Innenblock der 6:0-Deckung spielt das Talent in den Überlegungen von Trainer Nordmeyer derzeit eine zentrale Rolle. Und auch im linken Rückraum sammelte er bereits Spielminuten. Vom hoffnungsvollen Nachwuchs-Akteur zur Bundesliga-Stammkraft in Rekordzeit.

Ohne eine Verletzungsmisere im Profi-Team und eine Verkettung von Zufällen wäre das trotz Drägers guter Trainingsleistungen allerdings kaum vorstellbar gewesen. Zunächst profitierte er vom Ausfall des estnischen Routiniers Mait Patrail, ehe sich auch im zweiten Team die Personalnot im Abwehrbereich breit machte: „Und dann kamen plötzlich nur noch mein Bruder Maurice und ich für die Position im Innenblock der ersten Mannschaft in Frage“, erklärt Dräger. Doch zum Positionskampf der Brüder sollte es gar nicht erst kommen. Derzeit absolviert Maurice Dräger ein Praktikum in Bremen und kann nur unregelmäßig in Hannover trainieren. „Ich bin irgendwie froh, dass ich mich nicht mit Maurice messen musste. Trotzdem tut es mir sehr leid für ihn, ich hätte es ihm genauso gegönnt“, sagt Yannick Dräger.

Er bekam die Chance und nutzte sie. Und so hießen Drägers Gegner der vergangenen Wochen nicht mehr HG Köthen oder TV Kirchzell, sondern Füchse Berlin und Rhein-Neckar Löwen. „Die vergangenen Wochen waren ein Traum. Es ist aber sehr viel für mich im Moment“, gesteht der angehende IT-Systemelektroniker. Siebenmal pro Woche trainiert er – fünfmal bei der ersten und zusätzlich zweimal in der zweiten Mannschaft. Dazu der Klausurenstress im zweiten Ausbildungsjahr. Die momentane Situation wolle er dennoch so gut es geht genießen, schließlich schätze er die Situation realistisch ein. „Jetzt ist meine Zeit. Wenn im Winter die Verletzten zurückkommen, werde ich sicher wieder oft für die Zweite spielen“, glaubt er. Die Zeit bis dahin wolle er nutzen, um an die bisherigen Leistungen anzuknüpfen.

Gelegenheit dazu bietet sich ihm seit Montag bei Baurs DHB-Junioren. Auch hier profitierte er vom Verletzungspech anderer und wurde für Tim Suton (Rhein-Neckar Löwen) in den vorläufigen Kader geholt. „Ich freue mich riesig über die Nominierung. Selbst wenn ich nicht für das Turnier auf Lanzarote nominiert werden sollte, ist das eine Riesenchance“, erklärt er. Und wenn es doch klappen sollte? „Ganz ehrlich, ich weiß es noch nicht“, sagt er. Die Teilnahme am Champions-Cup-Turnier mit den Freunden aus dem Norden sei monatelang geplant worden, die Vorfreude ebenfalls riesig und die sportliche Bedeutung groß. „Ich hatte mich zudem schon auf etwas Auszeit dort gefreut“, sagt Yannick Dräger.

Lanzarote oder Gran Canaria? Sollte er sich entscheiden müssen, trete ein, was er aus den Wochen zuvor nur zu gut kenne, sagt Dräger: „Positive Überforderung.“

Zuletzt geändert am: 12.11.2014 um 15:52

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