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HSG Delmenhorst gewinnt mit Schlusssirene gegen HC Bremen

HSG Delmenhorst gewinnt mit Schlusssirene gegen HC Bremen

Veröffentlicht von HC Bremen am 26.04.2022
Aktuelles >> 1. Herren

Vier Sekunden waren noch zu spielen, es stand 31:31 zwischen der HSG Delmenhorst und dem HC Bremen in der Handball-Oberliga Nordsee. Bremens Spielertrainer Marten Franke hatte sich eine Zwei-Minuten-Strafe nach einem Foul an Thies Hermann eingehandelt, die Delmenhorster erhielten daher noch einmal den Ball bei neun Metern. Da Hermann unbestritten den härtesten Wurf hat, bekam er das Leder zugespielt. Er stieg hoch und hämmerte es über den Block zum 32:31 (16:13)-Endstand in die Maschen. Die Delmenhorster holten so zwei Punkte und bleiben damit mittendrin im Kampf um die Meisterschaft. "Dass der Wurf am Ende Glück war, weiß ich auch. Da bilde ich mir nichts drauf ein. Ein Unentschieden wäre wohl gerecht gewesen. Jetzt sind wir natürlich froh", resümierte Coach Jörg Rademacher nach dem neunten Ligasieg in Folge.

So spannend hätte die Partie eigentlich nicht verlaufen müssen, doch die Delmenhorster wirkten über weite Strecken gehemmt und ließen die nötige Intensität vermissen. Vielleicht fühlten sich die Routiniers zu sicher. "Die Bremer hatten zwei, drei Mann, die vorne Wind gemacht haben, aber eigentlich waren wir körperlich klar überlegen. Es war wohl Kopfsache", meinte Tim Coors nach Spielende. Er selbst kam nur zu einem Wurf in der ersten Minute, den er traf, bevor er mit einer Wadenverletzung verletzt ausschied. Bei den Bremern fehlten mehrere Starter, darunter alle Torhüter. Die A-Jugend spielt jedoch in der Bundesliga, sodass Coach Franke auf sehr talentierte, in der Oberliga jedoch körperlich unterlegene, Akteure zurückgreifen kann.

 

TIM COORS VERLETZT SICH FRÜH


Die rund 200 Zuschauer in der Stadionhalle sahen zu Beginn überlegene Delmenhorster, die vorne auch ohne Vollgas mit 7:4 in Führung gingen. Sönke Schröder im HSG-Kasten zeigte einige Paraden. In der Folge setzte jedoch ein wenig der Schlendrian ein. Beim Stand von 8:7 (19.) zog Rademacher bereits die erste Auszeit. Die Heimsieben stabilisierte sich etwas und ging mit 16:13 in die Pause. Gefühlt lief die HSG jedoch im Schongang, die dezimierten Bremer pushten sich bei jeder erfolgreichen Aktion und wurden zudem von rund 50 Anhängern lautstark unterstützt. 


Nach dem Seitenwechsel häuften sich die Fehler bei den Delmenhorstern. Halbherzige Abschlüsse und simple Ballverluste brachten die Gäste zurück ins Spiel. Die HSG-Führung pendelte zwischen ein und zwei Toren, bis Jannik Köhler auf 23:20 erhöhte und die HSG in Ballbesitz gelangte. Ein Anspiel von Frederic Oetken an den Kreis wehrten die Bremer mit dem Fuß ab, doch der Pfiff blieb aus. Im Gegenzug erzielte Florian Honschopp das 21:23. Oetken meckerte über die Fehlentscheidung und kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe, Rademacher wurde von den Schiedsrichtern verwarnt. Kurz darauf foulte Köhler und musste ebenfalls auf die Strafbank. In der Überzahlphase drehte Bremen die Partie auf 25:23 (47.) und erhöhte wenig später auf 28:25 (52.). Die Partie schien vorentschieden.

 

TAKTISCHE UMSTELLUNG FRUCHTET


Die Delmenhorster fanden nun zu Aggressivität in der Deckung und Konzentration im Angriff. Rademacher stellte seine Mannen in einer Auszeit darauf ein, die letzten Minuten jeweils im Sieben-gegen-sechs ohne Torwart anzugreifen. Lennart Witt rückte als zweiter Kreisläufer an die Seite von Dominik Ludwig, sodass die Bremer tiefer verteidigen mussten, was Rückraumschütze Thies Hermann mehr Anlauf und Platz brachte. "Die Systemumstellung hat funktioniert und war der Gewinner für uns", sagte Rademacher. Hermann traf nicht nur zweimal in der Schlussphase, sondern holte mit seiner Wucht auch einen Siebenmeter und eine Strafzeit heraus. Fünf Minuten vor Schluss stand es 28:28-Unentschieden, beide Teams trafen noch dreimal, bis Hermann den Ball in der letzten Sekunde versenkte. "Das Spiel schien schon verloren. Mit den beiden Kreisläufern haben wir Druck aufgebaut, der vorher nicht da war", analysierte Rademacher.

Insgesamt zeigte er sich nicht unzufrieden mit der Leistung. "Der Ausfall von Tim Coors direkt zu Beginn war schon ein Schock", sagte er. Coors wäre gegen die körperlich unterlegenen Bremer vermutlich die entscheidende Waffe gewesen. So konnten sich diese auf Hermann im Rückraum konzentrieren, der Matchplan war erst einmal dahin. Die HSG hatte keinen Linkshänder mehr auf dem Feld. "In der ersten Halbzeit waren wir dennoch die bessere Mannschaft, in der zweiten war es Bremen. Bremen ist immer gefährlich, es sind immer spannende und besondere Spiele gegen sie", meinte der HSG-Coach. Im Hinspiel hatte Lennart Witt in der letzten Sekunde strittig zum Unentschieden getroffen, vor der Coronaphase siegte die HSG daheim in letzter Sekunde per Siebenmeter. "Es ist positiv, dass die Mannschaft nie aufgegeben hat. Auch wenn es am Ende etwas glücklich war", fasste Rademacher zusammen.

 

Quelle: WESER-KURIER

Zuletzt geändert am: 26.04.2022 um 07:53

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